Europäische Nuss

HANDELSNAMEN: Französischer Nussbaum

ÄHNLICHES: Butternut, Amerikanischer Nussbaum, Boire

URSPRUNGSLAND: Europa, Asien
 
VORKOMMEN:  Mittel-, West-, Südeuropa, kultiviert in Kleinasien, Nordafrika, Nordindien und China. Innerhalt Europas wird der französische Nussbaum seiner Farbe wegen am meisten geschätzt. Aufgrund von zwei schweren Frostperioden in Frankreich in den letzten Jahrzehnten sind sehr viele der vorhandenen Bäume geschädigt worden und deshalb nicht mehr für die Furnierindustrie verwendbar. Daher ist die Produktion stark zurückgegangen und gute Stämme nur noch in Einzelfällen erhältlich. Türkische, italienische, spanische und kaukasische Nussbäume sind vorhanden, aufgrund der stark ausgeprägten, markanten Struktur jedoch nicht so gefragt.

VERWENDUNG:  Furnierholz, Schnittholz. Die Furniere finden Verwendung im hochwertigen Innenausbau. In der Serienfertigung nur noch in Südeuropa von Bedeutung.

EIGENSCHAFTEN:  Die Farbe ist hell- bis dunkelbraun, mausgrau, oft dunkel geadert. Bestimmte Möbelstilrichtungen waren mit dem Einsatz dieses Holzes fest verbunden (z.B.: Queen-Anne-Epoche, GB). Die Stämme werden meist mit der Wurzel ausgegraben, da aus dieser die wertvollen Kopffurniere hergestellt werden.

MECHANISCH:  Nussbaum lässt sich ohne Probleme maschinell mit allen Werkzeugen bearbeiten. Gehobelte Flächen werden sehr glatt.

TROCKNUNG:  Nussbaum bereitet bei der Trocknung im Prinzip keine Probleme, wenn das Trocknungsgefälle nicht zu stark gewählt wird und die Geschwindigkeit nicht zu hoch ist.

OBERFLÄCHE:  Die dekorative Zeichnung wird durch matt glänzende Lacke hervorgehoben, auch dieses Holz eignet sich hervorragend zum Polieren.

VERLEIMUNG:  Verleimte Holzverbindungen haben gute Festigkeitseigenschaften. Geschraubte Verbindungen halten gut, sollten aber vorgebohrt werden.